Die Schuppengeschichte

Die als Jazzkaffee Halle, am 31.08.1989 gegründete Lokalität, öffnete nach
ihrem dritten Um- und Ausbau zum Jahreswechsel 1996/97 erneut ihre Pforten.
Obwohl der zur Berühmtheit aufgestiegene Kater Carlo während der sechs
Monate dauernden Renovierungszeit verlustig ging, hielt das allseits beliebte Kastrat Eule die Stellung und bekräftigt stellvertretend für
das gesamte Bewirtschaftungsteam den kulturell familiären Stil des Hauses.

Die Geschichte des KaffeeSchuppen`s war immer auch eine Geschichte der
Gäste, die die von Lisa Naumann geprägte Welt dankbar frequentieren.
Das damit auch ein gewisser internationaler Standard in der Kneipenwelt der
Stadt Halle Einzug hielt, belegt das Gästebuch der Gastwirtschaft. Immerhin
zechten, musizierten und diskutierten hier bislang bekannte Namen wie
Konstantin Wecker, The Dubliners, Charly Mariano, Louisiana Reed,
Keimzeit, Friedhelm und viele, viele andere.

Wechselnde Ausstellungen und ein an Folk und Jazz orientiertes Musikprogramm inspirieren geradezu, mit den herumsitzenden Guinness-, Whisky-, Wein- und Kaffeeschlürfern in Streitgespräche zu verfallen.

Im Frühjahr 1990 wurde das Jazzkaffee in KaffeeSchuppen umbenannt.
Somit war ein Name gefunden, für eine Idee, die sich auf ein Sommerfest
1989 zurückführen lässt. Damals nämlich besetzte die Familie Naumann
kurzerhand eine Erdgeschosswohnung in der Kleinen Ulrichstraße 11, um
diese zu renovieren. Aber nicht etwa um sich darin wohnlich einzurichten!
Es wurde lediglich eine Regenvariante für das Sommerfest mit Band und
allem drum und dran gesucht und gefunden. So wurde mit tatkräftiger Hilfe
von Dutzenden von Freunden und Bekannten eine unbewohnbare Bruchbude
in einen Fetenraum verwandelt, den man dann kurzerhand beschloß, weiter
zu betreiben. Da sich dieser für den rasch anschwellenden Gästeansturm
alsbald als zu klein erwies, zog man nach einigen Monaten in die jetzt
bekannten Räumlichkeiten um.
Mittlerweile diente der KaffeeSchuppen als Filmkulisse und ist Mitorganisator
von Irlandfestivals. Legendär sind seine Live Musik Abende. Aber wer das alles nicht mag, sollte einfach etwas aus der reichhaltigen Küche kosten und die besondere Atmosphäre des Schuppens, mit ihren Gästen, vom Studenten über Künstler zum Advokaten, zu genießen.

Die Fortsetzung folgt . . .